Saint-Tropez hat drei grosse Adressen, und sie sind sich erstaunlich unähnlich. Das Byblos ist die im Ort: 86 Zimmer und Suiten in einer Anlage, die 1965 bewusst wie ein Dorf gebaut wurde – kein Block mit Fluren, sondern Häuser um Höfe, in gebrochenem Ocker, Rosé und Terrakotta. Der Hafen, die Place des Lices und die Gassen liegen zu Fuss davor.
Der Unterschied zu allem anderen im Ort liegt unter dem Haus: Les Caves du Roy, seit Juli 1967, mit Platz für 540 Gäste und Betrieb bis fünf Uhr morgens. Wer das sucht, muss abends nirgends hin. Wer es nicht sucht, sollte es wissen, bevor er bucht – wir sagen Ihnen offen, in welchen Wochen der Club jeden Abend läuft und in welchen nur am Wochenende.
Zur Geschichte, weil sie hier ungewöhnlich gut belegt ist: Die Idee stammt von Jean-Prosper Gay-Para, Baubeginn war im Mai 1965, eröffnet wurde am 27. Mai 1967 mit einem dreitägigen Fest, über 700 Gästen und Mireille Darc und Brigitte Bardot als Patinnen. Im September 1967 ging das Haus an Sylvain Floirat – seither ist es in Familienhand, heute geführt von dessen Urenkel Antoine Chevanne. Den fünften Stern trägt es seit 2009.
Eines gehört zur Ehrlichkeit dazu: Die staatliche Distinction Palace führt das Byblos nicht. Wo Sie sie im Netz noch lesen, ist der Stand veraltet. Das Haus bezeichnet sich selbst durchgängig als Fünf-Sterne-Hotel, und danach richten wir uns auch.